Seit Jahresbeginn häufen sich Meldungen zu Datenlecks: Jedes davon scheint in der Datenmenge um Dimensionen größer zu sein, als das vorangegangene Datenleck. Aus wenigen Gigabyte werden mehrere hundert Gigabyte und aktuell Terabyte. Zur Erklärung: Neueste Datenlecks enthalten die Kopien von weiteren Datenlecks. Nach dem "Bundestag"-Datenleck vom Jahresbeginn und den "Collections 1-5"-Datenlecks der letzten beiden Wochen, werden aktuell an die 620 Mio. Datensätze zu 16 Freizeit-orientierten Sozialen Netzwerk im Darkweb zum Verkauf angeboten.

Über das Online-Service ';--have i been pwned können Benutzer leicht verifizieren, ob eine bestimmte E-Mail-Adresse betroffen ist und in einem Datenleck vorgekommen ist. Das ist zwar ein Vorteil, kann aber auch mit entsprechenden Fachwissen ausgenützt werden. Der bekannte Sicherheitsforscher Dave MAYNOR (Errata Security) zeigt an Hand von dem Datenleck „Collection 1“ wie ein Zugriff auf private Daten von Amazon CEO Jeff Bezos über eine dritte Person möglich gewesen sein könnte: “In the news, the National Enquirer has extorted Amazon CEO Jeff Bezos by threatening to publish the sext-messages/****-pics he sent to his mistress. How did the National Enquirer get them? [...] The more likely explanation is that it was a simple hack.”